Faszination Keramik

Gefäß, Skulptur, Installation

Kunstforum Oberschönenfeld,
26. Juni bis 6. September 2026

Der Begriff Keramik umfasst unterschiedliche Materialien wie Irdenware, Terracotta, Steinzeug und Porzellan. Durch verschiedenste Techniken lassen sich keramische Massen formen. Die Oberflächen wiederum können bemalt, glasiert, geritzt oder skulptural geschnitten werden. Zuletzt bestimmen die Brennvorgänge die finale Gestaltung der Objekte.

Barbara Butz ist eine Meisterin der Farben. Ihre monochromen Keramikplatten und Schälchen laden zu immer neuen Kompositionen und Farbklängen ein. Die Farbspiele in Blau-, Gelb- und Rottönen bilden einen spannenden Kontrast zu den weißen Porzellangefäßen und Schalen von Jochen Rüth, die von Georg Kleber mit dunklen Engoben bemalt wurden.

Malerei ist auch auf Keramik von Nikolaus Faßlrinner zu sehen, der im Allgäu zusammen mit Anna Dorothea Klug das „Atelier zur Fledermaus – Werkstatt für komische(s) Gestalten“ betreibt. Der Titel verrät bereits die Lebensfreude, die Figuren und Malerei bei all ihrer Hintergründigkeit vermitteln.

Die abstrakten Skulpturen von Ingeborg Prein zeichnen sich durch eine zurückhaltende Farbigkeit aus. Ihre reduzierten Formen von Bergen und Köpfen leiten zu den Gefäßobjekten von Christiane Wilhelm über, die auf einer langen Tafel präsentiert werden. Charakteristisch für ihr Werk sind spannungsreiche, perfekt gestaltete Gefäße, deren Oberflächen durch optischen und haptischen Reiz faszinieren.

Die Keramikskulpturen und -reliefs von Otto Scherer lassen das fragile Material vergessen, aus dem sie gefertigt sind: Metallisch spiegelnde Objekte suggerieren polierten Edelstahl, tiefrot glänzende Flächen scheinen aus Glas.

Von Stefan Wehmeier sind keramische Collagen zu sehen, die aus Fragmenten unterschiedlichster Keramiken und Massen komponiert und gebrannt wurden.

Die Ausstellung „Faszination Keramik“ zeigt die große Vielfalt der keramischen Kunst. Sie lässt die Grenzen zwischen bildender Kunst, Kunsthandwerk und Design fließend werden und trägt damit auch zu einer wachsenden Akzeptanz zwischen den Disziplinen bei.