„Mehr als Umtata“ – Sonderausstellung im Museum Oberschönenfeld zur Blasmusik in Schwaben

10. März 2026: Vom 22. März bis 11. Oktober zeigt das Museum Oberschönenfeld die Sonderausstellung „Mehr als Umtata. Blasmusik in Schwaben“. Sie bringt den Besuchenden die Faszination und Vielfalt der Blasmusik in Bayerisch-Schwaben näher und richtet sich sowohl an Laien als auch an erfahrene Musikerinnen und Musiker.
Mit seinem tiefen kräftigen Ton gilt der Anfang des 19. Jahrhunderts erfundene Bombardon als Vorläufer der Tuba - Foto: Susanne Sagner

Bayerisch-Schwaben ist Blasmusik-Land: Fast 400.000 Musikerinnen und Musiker spielen in 640 registrierten Musikvereinen regelmäßig zusammen. Besonders auf dem Land ist die Blasmusik allgegenwärtig – sie erklingt in Kirchen, Festzelten und Konzertsälen, auf Hochzeiten ebenso wie auf Beerdigungen, an Feiertagen wie Fronleichnam und Neujahr.

100 Jahre Allgäu-Schwäbischer Musikbund als Anlass für die Ausstellung

Grund genug, dem Phänomen Raum zu geben, zumal der Allgäu-Schwäbische Musikbund 2026 sein hundertjähriges Jubiläum feiert und damit der älteste Blasmusikverband Deutschlands ist. Das Museum Oberschönenfeld zeigt die Sonderausstellung „Mehr als Umtata. Blasmusik in Schwaben“ vom 22. März bis 11. Oktober. Die Ausstellung lädt Laien, erfahrene Musikerinnen und Musiker und alle Interessierten ein, die Geschichte, den Wandel und so manche Eigentümlichkeit der Blasmusik in Schwaben zu entdecken. Die Besuchenden können sich in ihr auf Spurensuche begeben und der andauernden Anziehungskraft der Blasmusik auf den Grund gehen.

Blasmusik in Schwaben: von den einfachen Anfängen bis ins hippe Heute

Die Ausstellung gibt Einblicke in die Geschichte der Blasmusik und wie sich Instrumentarium, Besetzung und Repertoire im Laufe der Zeit gewandelt haben. Sie zeigt auch, welche Rolle die Blasmusik im gesellschaftlichen Leben in Schwaben spielt und wie sich vorherrschende Rollenbilder und Machtverhältnisse in ihr spiegeln. Dabei können die Besuchenden die Entwicklung von frühen Blaskapellen des 19. Jahrhunderts bis hin zur hippen Straßenband von heute nachvollziehen.

Live mit dabei sein im inszenierten Proberaum

Üben, diskutieren, feiern und erinnern, alles findet im Probenraum statt, dem Herzstück jedes Musikvereins. Als zentralen Ort des Geschehens inszeniert die Ausstellung den Vereinsprobenraum. Die Besuchenden nehmen an einer Blasmusikprobe teil und verfolgen auf großer Leinwand die Geschehnisse im Probenraum mit – sowohl aus Sicht der Musizierenden als auch aus Sicht der Dirigentin.

Interaktive Stationen

Verschiedene Stationen der Ausstellung laden außerdem zum Mitmachen ein: Wie entsteht der Ton bei einem Holz- oder Blechblasinstrument? Das können die Besuchenden anschaulich ausprobieren. Auch an einem großen Rhythmusinstrument, dem Tubulum, produzieren die Besuchenden selbst Töne. In einer Fotostation können sich Blasmusik-Fans mit stilistischen Accessoires und Instrumenten verewigen.

Umfangreiches Begleitprogramm

Darüber hinaus bietet die Ausstellung ein abwechslungsreiches Programm aus offenen Sonn- und Feiertagsführungen sowie Familienangeboten mit Kreativ-Werkstatt. Erzählcafés und Standkonzerte im Museumshof runden das Programm ab.

 

Infos zur Ausstellung „Mehr als nur Umtata. Blasmusik in Schwaben“

22. März bis 11. Oktober 2026

 

Museum Oberschönenfeld

Oberschönenfeld 4, 86459 Gessertshausen

 

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr, an Feiertagen geöffnet

Die Ausstellung ist barrierefrei zugänglich.

 

Begleitprogramm:

  • offene Führungen an Sonn- und Feiertagen
  • Familienangebote mit Kreativ-Werkstatt (21.06. / 20.09.)
  • Erzählcafés (09.05. / 12.09.)
  • Standkonzerte im Museumshof (28.06. / 02.08. / 16.08. / 30.08.)